Endosonographie (EUS)

Beschreibung

Die Endosonographie stellt auf vielen Feldern die genaueste diagnostische Methode dar und ist ein sehr risikoarmes Verfahren.  Die Endosonographie ist die Kombination einer Magen- oder Enddarmspiegelung (Endoskopie) mit gleichzeitiger Durchführung eines Ultraschalls (Sonographie) im Körperinnern. Benötigt wird ein Endoskop mit einem Ultraschallkopf. Die Untersuchung dauert 30 bis 90 Minuten.

 

Verwendung

Mittels Endosonographie können Organstrukturen, wie beispielsweise die Wandschichtung des Magendarmtraktes, die Gallenwege oder die Bauchspeicheldrüse in hoher Auflösung und in der Tiefe dargestellt und beurteilt werden.
Die Endosonographie kann sowohl als diagnostische wie auch als therapeutische Methode im oberen und unteren Verdauungstrakt eingesetzt werden.

  • Bei Tumorerkrankungen (z.B. Speiseröhrenkrebs, Magenkrebs) kann das Ausmass des Tumorwachstums und somit die Stadieneinteilung festgelegt werden. Dies ist wichtig, um die anschliessende Therapie optimal dem Tumorstadium anzupassen.
  • Bei einem Gallenstau kann die Ursache mittels Endosonographie festgestellt werden (z.B. Gallenstein im Gallengang).
  • Bei unklaren Tumoren, Flüssigkeitsansammlungen oder vergrösserten Lymphknoten im Verdauungstrakt kann unter Sicht eine sichere Ultraschall-gesteuerte Gewebsentnahme erfolgen und damit die Diagnose gestellt werden (z.B. Bauchspeicheldrüsenkrebs). Flüssigkeits- oder Eiteransammlungen in unmittelbarer Nähe zum Magendarmtrakt können mittels gezielter endosonographischer Einlage eines Röhrchens entlastet werden (z.B. Bauchspeicheldrüsenzyste).